Fragen und Antworten

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Als Kartengrundlage kommen 100m x 100m Raster des BKG (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie) zum Einsatz. Insgesamt werden über 35 Millionen Rasterzellen dargestellt, die über einen Amtlichen Gemeindeschlüssel (AGS) verfügen. Seegebiete sind ausgenommen.

Die Mobilfunknetzbetreiber wurden aufgefordert, für jede Rasterzelle (100m x 100m) Pegelangaben für die Empfangsleistung je Technologie (2G, 3G, 4G) und Frequenzbereich zu machen. Für die verschiedenen Technologien hat die Bundesnetzagentur Mindestpegel vorgegeben. Weiterhin wurde festgelegt, dass bei der Messung für die Prognosehöhe die Verbraucherperspektive (1,5 m über Grund) eingenommen werden soll.

Die gesetzliche Grundlage für die Veröffentlichung der Daten zur Mobilfunkversorgung beschränkt sich auf die öffentlichen Mobilfunknetzbetreiber. In Deutschland existieren aktuell drei Netzbetreiber öffentlicher Mobilfunknetze. Diese sind die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland. Sie besitzen Sendelizenzen und die in Versteigerungen erworbenen Rechte zur Nutzung bestimmter Funkfrequenzen. Im Rahmen der 5G-Einführung ist ein weiterer Netzbetreiber 1&1 Drillisch hinzugekommen. Zukünftig werden auch die Daten von 1&1 Drillisch veröffentlicht.

Die Mobilfunk-Technologien 2G, 3G und 4G stehen für die unterschiedlichen Mobilfunk-Standards bzw. Generationen. 2G wird auch mit GSM (Global System for Mobile Communication) bezeichnet, 3G mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und 4G mit LTE (Long Term Evolution).

Die Angaben der Mobilfunkbetreiber wurden durch die Bundesnetzagentur auf Plausibilität geprüft. Hierfür wurden u.a. die mittels Funkloch-App erhobenen Daten genutzt. Zudem wurde die errechnete Netzabdeckung an den Daten aus der Versorgungs- und Kostenstudie des BMVI gespiegelt.

Eine Vergleichbarkeit der Daten ist gegeben, da die Bundesnetzagentur einheitliche Vorgaben für die Versorgungspegel und Prognosehöhe gemacht hat.

Mit der Breitbandmessung/Funkloch-App können Nutzer die Netzverfügbarkeit Ihres Mobilfunknetzes erfassen und so ggf. vorhandene Funklöcher ermitteln. Bei der Erfassung der Netzverfügbarkeit wird in Form einer Messreihe ortsbasiert festgestellt, ob und in welcher Technologie ein Mobilfunknetz vorliegt.
Die mittels Funkloch-App erfassten Daten werden an die Breitbandmessung übermittelt und dienen in aggregierter Form einer Gesamtdarstellung. Zudem werden diese Daten im Rahmen des Mobilfunk-Monitorings zur Plausibilisierung der Netzbetreiberdaten herangezogen.

Die Ergebnisse der Funklochkarte bilden die von den Nutzern ermittelte Netzverfügbarkeit ab. Sie wurden von Endnutzern der Mobilfunkanbieter mit eigenem Endgerät und Mobilfunkvertrag erzeugt. Das heißt, die Nutzer können nur Daten gemäß ihrer Mobilfunkverträge und der Leistung ihres jeweiligen Endgerätes erfassen.
Die Funklochkarte gibt daher keine abschließende Auskunft über die Netzabdeckung, also die vor Ort maximal verfügbare Netztechnologie des Netzbetreibers. Zudem ist bei der Funkloch-App der Stichprobenumfang in Bezug auf einzelne Regionen begrenzt. Auch sorgt die hohe Dynamik beim Netzausbau in 2020 für Abweichungen zwischen den Karten.

In einem ersten Schritt wird der IST-Stand mit 2G, 3G und 4G dargestellt. In einem nächsten Schritt ist geplant, auch die 5G-Versorgung in geeigneter Form abzubilden.

Die Bundesnetzagentur hat in den Zuteilungen der im Jahr 2015 versteigerten Frequenzen den Mobilfunknetzbetreibern auferlegt, dass diese ab dem 1. Januar 2020 bundesweit 98% der Haushalte und je Bundesland 97% der Haushalte mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor zu versorgen haben. Überdies sind die Hauptverkehrswege (Bundesautobahn und Schiene) vollständig zu versorgen. In der Frequenzversteigerung 2019 wurden weitergehende Versorgungsauflagen festgelegt. U.a. müssen bis 2022 mindestens 98 % der Haushalte je Bundesland mit mindestens 100 Mbit/s versorgt werden.

Als "weiße Flecken" im Sinne des Mobilfunkförderprogramms der Bundesregierung werden Gebiete bezeichnet, in denen keine Versorgung mit einer mobilen und breitbandigen Sprach- und Datenübertragung (3G oder besser) durch mindestens ein öffentliches Mobilfunknetz besteht.

Bei der Frequenzversteigerung 2019 wurde festgelegt, dass die Mobilfunknetzbetreiber insgesamt 500 Basisstationen mit mindestens 100 Mbit/s in „weißen Flecken“ bis Ende 2022 in Betrieb nehmen müssen. Zusätzlich besteht eine Verpflichtung aus dem Mobilfunkgipfelvertrag, insgesamt 1.000 Standorte in „weißen Flecken“ zu errichten. Zudem gibt es Förderprogramme des Bundes und der Länder.

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